(fast) ein Heiratsantrag

Hallo Ihr Lieben,

nun möchte ich Euch endlich unsere Geschichte rund um unsere Hochzeit erzählen..

Alles begann vor 2 Jahren…

ich suchte vergebens auf meinem Schreibtisch in einer Bürokruschelkiste, Sekundenkleber. Dabei fiel mir ein kleines, weißes Kästchen in die Finger. Da ich sehr neugierig bin, öffnete ich natürlich das Kästchen, da ich wusste, das ich dies nicht dort hinein gelegt hatte.

In dem Kästchen kam ein weiteres Etui zum Vorschein, diesmal in schwarz. Ich schaute verwirrt und öffnete das Klappkästchen. Oh Du mein lieber Gott, dachte ich. Ich atmete tief, denn dort drinnen befand sich ein kleiner Weißgoldring mit einem weißen Zirkoniastein, sofort bemerkte ich, dass dies kein gewöhnlicher Ring sein kann.

 

Ich atmete kurz tief durch, freute mich und der nächste Gedanke war: Der ist aber hässlich!

Wow, sollte das der Ring sein, zu dem ich Ja, sagen würde? Äääää nö, dachte ich.

Sofort rief ich meine beste Freundin an, erzählte Ihr was ich gefunden hatte und fragte Sie, was ich tun sollte.

Da mein Freund, ja leider das Wochenende vereist war, konnte ich Ihn nicht auf das kleine, weiße Kästchen ansprechen. Meine Freundin rat mir, meine vorlaute Klappe zu halten und ja nichts zu meinem Schatzl zu sagen, da ich sonst wahrscheinlich keinen Antrag mehr bekäme. (flenn..)

Ok, dachte ich, ich höre auf Sie, das wäre ja auch wirklich nicht gut, Ihm zu sagen, dass ich mir doch soo sehr einen antiken Goldring mit grünem Stein gewünscht habe. Das konnte er ja auch wirklich nicht wissen, nach sieben Jahren Beziehung und den unzähligen Hinweisen und Bemerkungen zu besonderen Ringen in Schaufenstern von Antikläden. Stimmt, das war ja wirklich zu viel verlangt.

Das ganze Wochenende war sehr aufregend, natürlich wusste ich nicht wohin mit mir, ich konnte ja auch meinen Freund am Telefon nicht einfach danach fragen.

Nachdem er Sonntags von der Männertour heimkam, erzählte er mir lang und breit, wie das Wetter war, was Sie erlebt hatten, wie die Bohnen und der Speck in Irland schmeckten und welche Biersorten Sie probierten. Ich wurde immer aufgeregter und unruhiger und wollte wirklich nichts sagen. Doch dann fragte mich mein Freund „Und wie war Dein Wochenende, Schatz?“

Noch keine zwei Sekunden später sagte ich : „Gut, ähm ich habe was gefunden!“ und sofort wusste er Bescheid. „Nee, oder? das glaub ich jetzt nicht!“

Nach einem langen Gespräch, fragte er mich nicht, wie erwartet, „Willst Du mich h…..“ (und wie meine Freundin vorausgesagt hatte)- Nein.

Er fragte mich ob er mir gefallen würde!? Ach, verdammter Hackenmist dachte ich, falsche Frage, falsche Frage! Ich biss mit auf die Zunge und schoss dann doch mit der ehrlichen Antwort raus: „NEIN!“

Mein Freund schaute mich mit seinen großen brauen Augen, wie ein betröppelter Pudel an und fragte: „Was, warum denn nicht?“

Ich erklärte Ihm ganz lieb, mit vorgeschobener Unterlippe, was ich mir gewünscht hätte. Er sah mich mit großen Augen an und nahm meine Hand. „Oh Mann., dachte ich. Jetzt kommt er doch der Heiratsantrag!

Er legte meine Hände beide in seine und sagte: Jetzt mache ich Dir keinen Antrag mehr, nicht mit diesem Ring. (Oh nein, meine Freundin hatte Recht behalten)

Konnte das jetzt sein Ernst sein? Er nahm mir das Kästchen aus der Hand und legte es beiseite. Er umarmte mich, strich mir über die Wange und erklärte mir, dass er mir meinen Traumring besorgen würde.

Du meine Güte, was für ein Wochenende und doch war die Ehrlichkeit mehr wert als jeder Antrag!

Danke lieber Gott, für diese Erkenntnis.

Story folgt…

1 Gedanke zu “(fast) ein Heiratsantrag”

Schreibe einen Kommentar